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<<Die Leute haben mich belächelt>> |
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WB: Wie kamen Sie auf die Idee eines "Mehrfachca- quelons"?
Donat Ruppen: Ich konnte feststellen, dass die Gäste vielfach Mühe bekundeten, sich für eine Sorte Fondue zu entscheiden und gleich mehrere ausprobieren wollten. Der Tisch war dann jeweils überfüllt mit Pfannen und der Gast benötigte schon lange Arme, um an jede Fonduesorte zu gelangen.
Die Idee ist ja relativ banal. Sind Sie nicht davon ausgegangen, dass solche Caquelons schon existieren? Natürlich habe ich zuerst den Markt nach einer solchen Fonduepfanne abgesucht, wurde jedoch nicht fündig. Also habe ich mich selber an die Entwicklung gemacht und wurde dafür von etlichen Personen belächelt.
Nun ist die Erfindung patentiert. Wie lief das genau ab? Ich selber hätte meine Idee nicht beim Patentamt angemeldet. Ich habe die Fondue-Caquelons zum Eigengebrauch in meinem Hotelbetrieb entwickelt. Einer meiner Gäste hat mir dann empfohlen, die Erfindung patentieren zu lassen und er hat dies auch gleich für mich organisiert. Nun ist meine Erfindung für die nächsten fünf Jahre geschützt und nach Ablauf dieser Zeit kann ich das Patent wieder erneuern lassen. Die Patentkosten belaufen sich auf etwa 1000 Franken für fünf Jahre.
Wie war die Erfindermesse in Genf? Die war wirklich toll. Die Or- ganisatoren der Messe sind |
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durch das Patentamt auf mich gestossen und haben mich daraufhin zur Teilnahme eingeladen. Ich ging also ohne grosse Erwartungen dorthin, baute meinen Stand auch, und das Interesse war gewaltig. Bereits sind rund 150 Bestellungen bei mir eingegangen und in ein paar Wochen werden wir auch die ersten 100 Stück produziert haben.
Wie geht es nun weiter? Ich werde die Fondue- caquelons vorläufig selber vertreiben. Hergestellt werden Sie von der Firma Terra Keramik in Winterthur. Die Verpackung und der Versand läuft hingegen über mich. Der Verkaufspreis beträgt 150 Franken.
Sie wollen also keine Fachfirma mit dem Vertrieb beauftragen? Vorläufig nicht. Ich habe zwar bereits Anfragen von drei grossen Vertriebsfirmen erhalten, die mir einen Verkauf im grossen Stil (mehrere tausend Stück) versichert haben. Ich nehme das Geschäft aber vorerst lieber selber in die Hände. Da ich die Erfindung habe patentieren lassen, muss ich nichts übereilen und kann zu einem späteren Zeitpunkt immer noch eine Fachfirma beauftragen.
Werden Sie uns noch mit weiteren Erfindungen überraschen? Nein, ich bin Hotelier und Wirt und kein Daniel Düsentrieb. Das Fonduecaquelon wir wahrscheinlich meine einzige Erfindung bleiben.
Donat Ruppen, besten Dank für das Gespräch. rob |